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Showing posts from February, 2010

Sonnenplätzchen

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Dafür reicht die Zeit immer: Auf dem Backbrett 125g Butter mit etwa 80g Zucker (ich benutzte den dunklen etwas klebrigen Rohrzucker)und so viel Mehl reinkneten, dass es ein geschmeidiger Teig wird. Ich habe die Menge durch Selbstversuche perfektioniert, essbar wirds allemal. Dazu habe ich eine Handvoll gemörserte Walnüsse in den Teig geknetet. Wer keinen Mörser hat, schüttet die Walnüsse in ein sauberes Geschirrtuch oder Serviette und haut mit dem Nudelholz drauf bis sie klein sind. Sehr therapeutisch. Dann eine Teigwurst formen, kleine Scheiben abschneiden und mit Daumen eindrücken. Ca. 12 minuten bei 200°C backen. Bepuderzuckern, oder roten Pfeffer drauf, oder einfach so essen. There is always time for a quick cookie: knead 125g Butter with about 80g (find out how much YOU like) muscovado sugar and a handful of pestle-and-mortared walnuts with white flour (for those who don't have a p&m put the walnuts in a clean napking and bash them with a rolling-pin - very therapeutic).…

Servus Küche

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Habe gerade einen ziemlich anspruchsvollen Recherchejob von meinem Hauptarbeitgeber an Land gezogen, was heißt dass ich mich die nächsten sechs Wochen hauptsächlich von Spaghetti und Fast Food ernähren werde - keine Zeit für kreativen Küchenzauber. Gut für mein Konto, weniger interessant für meinen Blog. Trotzdem gab es heute in der Küche ein wenig Zauber - das Kalenderblatt mit einem Bild von Rothko passte genau zu meinen Frühlingstulpen. I just bagged a high pressure project from my main source of work, which means six weeks of fast food and no kitchen magic. Good for the bank balance, less so for blog interest. However - today there was some magic in the kitchen with a calendar leaf from Mark Rothko that matched exactly the bunch of tulips I bought yesterday to celebrate spring.

Das war das Wochenende

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Und das war meine Fish Pie. Sie hat gut geschmeckt, war aber keine richtige Pie, sieht eher wie ein Fischbaatz. Ich werde sie nochmal machen und dann mitsamt Rezept reinstellen. Dann war ich nachmittags mit Freundin Bine im Kino - wir waren beide alles andere als begeistert von "Giulias Verschwinden" - enttäuschend für zwei Martin-Suter-Fans. Stadtcafé und Jazz bei Beck machten anschließend mehr Spaß. Heute gingen Mick und ich mal wieder in den Westpark, ganz ohne Stöcke und ohne hinzufallen, nicht einfach. Mit meiner Mutter sah ich mir den schmelzenden Schnee in den Voralpen an, und wir fanden ein fantastisches kleines Café, ausgerechnet in Ostermünchen (gleich hinter Tuntenhausen). Ein Wunder geschah und Frau "Hunger kenne ich nicht" aß ein ganzes Stück Torte! Es war ein wunderschönes Wochenende, das irgendwie mit Fish Pie-Reste-Essen und einem doofen Fernsehfilm ausklang - aber Jim Carrey ist zum kichern, sogar wenn er deutsch spricht.
Und: so schön waren die …

Feminismus

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Komisch, ich hätte schwören können, die war lila! (klickt auf den Titel für die volle Debatte)
Lore, Val und ich ca. 1976
funny, I could have sworn the dungarees were purple...Lore, Vali and I ca. 1976

Feste statt fasten

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Fasten hat in meiner Familie einfach keine Tradition, ebensowenig wie sich kasteien oder sparen. Wir sind eine Familie, die nie ganz ihr Idealgewicht halten kann. Gestern war nicht viel Zeit zum Kochen, also blieb es beim Klassiker der schnellen Küche, dem "Omlett", schnell aus zwei Eiern und etwas Wasser und einem Tröpfchen Sahne zusammengerührt und mit Schinkenresterln garniert. Dazu als grüne Ergänzung ein warmer Rosenkohlsalat, angemacht mit Kernöl und Balsamicoessig, was leider überaus unfotogen ist und wie Motoröl-Dressing aussieht. Garniert mit Sonnenblumen- und Kürbiskernen, ohne Fett in der Pfanne angetoasted, schmeckte es sehr fein (später auch kalt).
At the end of the carnival season, the idea of fasting is usually floated briefly in Germany. In my family, needless to say, there is no tradition of fasting or otherwise punishing oneself. We are all Hedonists who never quite keep their ideal weight. As I had to make my lunch in a hurry yesterday an omelette was an …

Aschermittwoch

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Aschermittwoch - da möchte man meinen, ein bisschen Reue und Einsicht bei Politikern und Kirchengrößen wäre mehr als angebracht. Was der unsägliche Westerwelle da rauströtet über Hartz-IV-Empfänger und ihre römischen Orgien ist natürlich pure Demagogie. Aber wenn der schon berüchtigte Augsburger Bischof "Hellboy" Mixa jetzt uns, den 68ern, die Schweinereien seiner Kirche in die Schuhe schieben will (wir haben ja angefangen mit der sexuellen Revolution), da platzt mir der Kragen. (Ich würde ihn ja als Abart abtun, wenn nicht sein Chef in Rom ins gleiche Horn blasen würde). Es streben sowohl in der Kirche als auch in der Politik leider selten die klügsten und begabtesten an die Spitze, sondern die Ehrgeizlinge und Fanatiker. Wer englisch kann, hört euch bitte diese Rede von Stephen Fry an, die die Kaltmamsell heute zufällig so passend gepostet hat. Just when you think the church could not come out with anything worse, here it comes. Infamous German bishop Mixa recently blamed …

Kochclub

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Vielleicht klappt es ja mit dem Kochclub, bisher habe ich scheinbar schon drei Köchinnen mobilisiert! Abwarten und weiterkochen. Heute gibt es zum Beispiel eine Rote-Beete-Suppe, das Rezept fand ich - wo sonst - in einem Kochblog. Ich hab geschwindelt und 3 vorgekochte Beete genommen - es gibt sie vakuumverpackt, oder oft bei guten Gemüseläden auch offen. Der Wasabi kam aus der Tube von Thomy, weil ich Rezepte immer gerne auf Massentauglichkeit prüfe. Leserinnen - es funktioniert: Zwiebeln in wenig gutem Sonnenblumenöl anbraten, nicht bräunen. Drei gewürfelte rote Rüben und zwei geschälte gewürfelte Kartoffeln rein, Gemüsebrühe drauf, je nachdem wie dick ihr die Suppe wollt. Heute habe ich einfach Biobrühwürfel aufgegossen. Wenn sie fertig ist, mit Zauberstab kleinrühren. Wasabipaste mit Milch verquirlen - diese Cappuccino-Quirler eignen sich da - bis der trendige Schaum entsteht. Dill (oder irgendein Grünzeug was herumliegt) und ein paar rote Pfefferkörner zum Verzieren. Hier ein Tip…

Süßes für die kalten Tage

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Ich hätte total gerne einen Kochclub in München, und zwar einen nur für FanatikerInnen, die kochen, fotografieren und erst dann essen. Mal sehen ob sowas geht. Inzwischen koche, backe und esse ich für und mit Freiwilligen, die sich doch immer wieder finden. Gestern beschloss ich zu backen gegen den Winter, nach einem Rezept für Sablés (Butterplätzchen aus Mürbteig) von meiner Back-Muse Marianna - ach lebte sie nur in Neuhausen... Dazu gab es ein total einfaches Dessert, gefunden bei Zorra, das sich trefflichst mit Plätzchen kombinieren lässt. I dream of starting a cooking club, strictly for fanatics who cook, take pictures and then eat. Meanwhile, I cook for volunteers of whom there are a few. Yesterday was baking or generally sweeten-the winter day: I experimented with Marianna's sablés which is French for shortbread. We dipped them into a novel mascarpone and coffee pudding, risibly simple and shockingly delicious, found in Zorra's Kochtopf-Blog.

Was man so kocht, wenn Besuch kommt

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Mein Besuch lebt gut ohne Fleisch, deshalb gibt es, wenn sie im Winter kommt, Suppen und Pasta, im Sommer eher Salat und Fisch. Ich machte eine Variante meiner indischen Linsensuppe, diesmal ohne Chorizo und mit Süßkartoffeln statt normalen Kartoffeln. Dazu wollte ich nach MariannaF Naan machen. Ich folgte dem Rezept sklavisch, wahrscheinlich nahm ich aber ein bisschen zu viel Wasser und der Teig wurde zu klebrig zum Ausrollen. Ich legte ein Stück Teig in die Pfanne, aber er wollte einfach nicht aufgehen. Debbie kam auf die Idee, ihn in Muffinformen zu backen und - hokuspokus, ich hatte zierliche kleine Semmerl (Brötchen, Schrippen) gebacken! My visitor lives happily without meat so, when she comes in winter, we eat pasta and soup, in summer it's more like salad and fish. I made a variant of my indian lentil soup, without the chorizo and I used sweet potatoes instead of normal ones. The plan was to eat it with MariannaF's homemade naan. Despite following the recipe slavishly…

Was man so macht, wenn Besuch kommt

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Eine Woche hatten wir Besuch von Debbie aus London, und in dieser Woche hat unser normalerweise beschauliches Leben ziemlich an Tempo dazugewonnen. Ihr einziger Traum war, Schnee zu sehen. Viel Schnee, und blauen Himmel. Wettermäßig bot München Anfang der Woche nur noch Splitt auf dreckigen Straßen, also fuhren Luisa und ich natürlich mit ihr in die Berge, aufs Hocheck mit Blick auf den Kaiser. Wieder in München, fing es an zu schneien und hat bisher nicht aufgehört. Wir sind zufrieden. Wir machten alles von Kunst (Brandhorst, Fotoausstellung im Jüdischen Museum, und die Ed Ruscha Vernissage) bis Yoga. Wir kochten zu Hause, aßen bei Freunden, im Stadtcafé und natürlich im Löwengarten. Wir trafen uns mit Freundinnen und besuchten mit der gesamten Familie meine Mutter: sie liebt Debbie und sagt mir immer ich solle doch essen was Debbie isst, dann würde ich vielleicht auch so schlank. Wir machten es dann diese Woche eher umgekehrt, Debbie ass was Mick und ich essen, bisher ohne sichtbar…

Happy blinis

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Gestern zog ich mein Blini-Projekt durch, d.h. ich hielt mich ausnahmsweise mal sklavisch an folgendes Rezept: 115g Buchweizenmehl und 115g Weizenmehl mit Prise Salz, 375ml lauwarmer Milch, einem 7g Päckchen Trockenhefe, einem Ei und einem Eidotter verquirlen. Den Teig eine Stunde an einem warmen Plätzchen gehen lassen. Das zweite Eiweiß zu Schnee schlagen und unter den Teig ziehen. Dann die kleinen Blinis in Öl backen und warmhalten. Dazu kann man praktisch alles essen, der Klassiker ist saure Sahne mit Kaviar, oder mit Räucherlachs. Ich hab's mit Salami und japanischem Goma wakame Seetangsalat probiert, den liebe ich. Abends (nach dem Yoga, heißhungrig) machte ich mir einen Bliniburger aus drei Pfannkuchen mit Schinken und Paprikafrischkäse dazwischen (das darf man eigentlich gar nicht erzählen). These are a few of my favourite things to eat with blinis:
Yesterday I had a blini attack, and I decided to really follow a recipe, for once: Mix 115g buckwheat flour, 115g plain flou…

Erbsen, peas, piselli. Guisantes, pois etc.

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sind irgendwie in meinem Leben kein großes Thema. Als Kind habe ich oft Erbsensuppe von der, inzwischen kultigen, Erbswurst vorgesetzt bekommen, vor allem beim Bergsteigen, auf der Hütte. Fand ich immer lecker.
In unserem Kühlschrank findet sich immer eine Packung TK-Erbsen, für den hier wohnhaften Engländer. In England sind Erbsen nämlich durchaus ein Thema. Sie gehören zur Grundausstattung der Gefrierfächer, im Sommer gibt es sie auch mal in der Schote. Neulich kaufte ich eine Packung getrocknete Erbsen, weil ich sehen wollte was man mit denen anfangen kann. Ich weichte eine Tasse davon ein und kochte sie. Hülsenfrüchte muss man angeblich ohne Salz kochen, sonst werden sie einfach nie gar - aber laut Birgit geht's auch mit, ich werde es probieren. Ich machte erst mal ein Püree (in der linken Schale ist Kohlrabi), das ich mit Olivenöl, Paprika, Pfeffer und Salz anmachte. Nicht schlecht, ein bisschen langweilig.Am nächsten Tag mischte ich den Brei, von dem noch massenhaft übrig war…

Insomnia

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